Am 8. März ist Frauentag. Warum das wichtig ist? Weil Frauen immer noch nicht die gleichen Rechte haben wie Männer. Hier bei uns beispielsweise verdienen Frauen weniger Geld als Männer. Das ist ungerecht und deshalb wird Gleichberechtigung gefordert – so lange bis Gerechtigkeit herrscht! Auch die europäischen Strukturfonds fördern Chancengleichheit im Beruf durch Maßnahmen, die hochwertige und zukunftsfähige Arbeitsplätze auch für junge Frauen schaffen, z.B. als Unternehmerin.
Doch der Weg dahin war lang… Bereits 1910 forderte eine Dame namens Clara Zetkin die Einführung eines internationalen Frauentages. Bereits ein Jahr später feierten Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und die Schweiz den ersten Frauentag. 1917 ließen sich auch die Arbeiter- und Soldatenfrauen in Sankt Petersburg nichts mehr gefallen, streikten und lösten damit die Februarrevolution in Russland aus. Zur Ehre der Frauen in dieser Revolution wurde 1921 der
08. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Zwischen 1933 und 1945 wurde er verboten, da er mit der sozialistischen Bewegung in Verbindung stand und die Nationalsozialisten das natürlich gar nicht toll fanden. Stattdessen wurde der Muttertag zum offiziellen Feiertag erklärt, weil er dem nationalsozialistischen Frauen- bzw. Mutterideal eher entsprach.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1946, führte die sowjetische Besatzungszone den 08. März in der ehemaligen DDR – und somit auch hier in Sachsen-Anhalt – wieder ein. Sozialdemokratinnen veranstalteten seit 1948 zwar auch wieder Frauentage, jedoch ging die Bedeutung des Tages allmählich verloren. Erst die Frauenbewegung in den 1960er Jahren rückte den 08. März wieder ins Bewusstsein.
1975 richteten die Vereinten Nationen dann erstmals eine Feier aus und im Dezember 1977 beschloss die UN, das Datum als Internationalen Frauentag anzuerkennen.