Stell dir vor, du gehst im Stadtpark spazieren. Dort siehst du eine kleine Truppe Jungendlicher über eine Wiese rennen und sich ständig eine gelbe Scheibe zuwerfen. Die spielen Frisbee. Aber wie funktioniert das eigentlich? Warum kann die Scheibe so lange durch die Luft segeln? Die Kreiselbewegung und der aerodynamische Auftrieb lassen die Scheibe durch die Luft gleiten wie ein heißes Messer durch die Butter. Das ist ähnlich wie bei Flugzeugen und deren Tragflächen und hat auch mit der Oberflächenstruktur zu tun. Wie die Tragflächen des Flugzeugs sind auch Frisbeescheiben leicht gebogen. An der Oberseite strömt die Luft schneller vorbei als an der Unterseite, weil die gebogene Fläche größer ist. Dadurch entstehen ein Unterdruck oberhalb der Scheibe und ein Überdruck unterhalb. Dieser Druckunterschied sorgt dafür, dass die Scheibe fliegen kann. Allerdings spielen auch die Rotation, also die Drehung der Scheibe, und der Winkel eine Rolle. Das lässt sich alles berechnen, aber einfacher ist es wohl nach dem Motto „Übung macht den Meister“. Der Name Frisbee kommt ursprünglich aus den USA. Dort gab es Ende des 19. Jahrhundert eine Bäckerei – „Frisbie Pie Company“, die Torten in runden Kuchenblechen aus Zinn verkaufte. Erst 1959 hörte Rich Knerr zum ersten Mal diesen Namen. Vom eigentlichen Ursprung hatte er keine Ahnung. Ihm gefiel einfach der Name und ließ sich die fliegende Scheibe, die er in seiner Firma Wham-O herstellte und vertrieb, unter dem Namen „Frisbee“ eintragen. Wenn du also nach der nächsten Runde Frisbee den Dreh raus hast, geh zur nächsten Bäckerei und gönn dir zum Gedenken an die Frisbie Pie Company ein kleines Fruchttörtchen.

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