Den Titel „königliche Stadt“ hat Magdeburg einem Herren mit einem etwas komischen Namen zu verdanken: Widukind von Corvey. Der gab ich den Namen, weil kein anderer Ort mit dem Leben und Wirken von Otto dem Großen verbunden ist, wie Magdeburg. Man könnte fast sagen, dass im Jahr 962 das Heilige Römische Reich deutscher Nation im Dom zu Magdeburg gegründet wurde. Dort wurde Otto I. vom Papst Johann XII. zum Kaiser gekrönt. Aber auch vorher schon hat Magdeburg eine große Rolle im Leben und Regieren von Otto dem Großen gespielt. Bereits 936, kurz seiner Thronbesteigung zum König des Ostfrankenreiches (?), ließ er eine gewaltige Pfalzanlage bauen. Nur ein Jahr später, 937, leitete er die kirchliche Rangerhöhung Magdeburgs ein: er gründete das Moritzkloster. 968 sicherte er Magdeburg auch die politische Vorrangstellung: allen Widerständen zum Trotz wurde Magdeburg zum Erzbistum ernannt und somit zum politsichen Zentrum. Im heutigen Sachsen-Anhalt war die Heimat der Liudolfinger, aus deren Familie Otto der Große entstammte. Von ihrem Besitz im Harz errangen sie in Aachen die deutsche Königs- und später auch die römische Kaiserkrone. Hier wurden Kriege geplant, Klöster und Bistümer gegründet und Würdenträger ein- bzw. abgesetzt.

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