Stell dir vor, du sitzt abends gemütlich in deinem Zimmer vorm Fenster und draußen tobt ein Gewitter. Vielleicht hast du dich schon mal aufs Fensterbrett gesetzt und den tollen Blitzen zugeguckt, die das Gewitter begleiten, gewaltige, aber natürliche Kurzschlüsse. In den Gewitterwolken werden positive und negative elektrische Ladungen getrennt und es entsteht Spannung. Die Wolkenbasis ist negativ geladen, die Erde positiv. Wenn die Spannung einige Millionen Volt erreicht, knallt es. In der Wissenschaft gibt es den sogenannten „Stepped Leader“. Ein kleines Teilchen, welches die mühsame Aufgabe übernimmt, dem eigentlichen Blitz den Weg zur Erde zu bahnen, in dem es sich bis zur positiven Ladung vorkämpft. Der Stepped Leader „verfährt“ sich allerdings auch immer mal wieder. Darum sind Blitze meist verästelt. Wenn er nah genug an der Erde ist, kommt ihm der „Streamer“ entgegen, sein positiver Gegenpart und der Strom kann von plus zu minus fließen, also vom Erdboden zur Wolke.