Stell dir vor, du willst alle drei „Fluch der Karibik“-Teile auf eine DVD packen. Geht mit den herkömmlichen garantiert nicht. Auf die Neuen passt sechsmal so viel Information – das dürfte reichen. Der Trick: sie arbeiten mit kurzwelligem blauem Laserlicht.
Eine stinknormale DVD besteht aus zwei Plastikscheiben, zwischen denen eine reflektierende, metallische Schicht und eine Farbschicht aufgebracht sind. Die Farbschicht enthält die digitalen Infos in Form von kleinen Vertiefungen, die in einer langen, spiralförmigen Spur angeordnet sind. Dein DVD-Player oder auch dein PC-Laufwerk lesen die Discs mit Laserlicht. Trifft dieses Licht auf eine Vertiefung wird es weniger stark reflektiert.
Je kleiner die Vertiefungen sind und je näher sie aneinander liegen, desto mehr passt also auf die kleine Scheibe rauf. Zu klein darf es aber nicht werden, weil es irgendwann nicht mehr lesbar ist – auch für die neueste Technik nicht. Hier kommt das blaue Laserlicht ins Spiel, das bei den HD DVDs und den Blue-Ray Discs die entscheidenden Rolle spielt. Denn je kürzer die Wellenlänge des Lichtes ist, das den Datenträger abtastet, desto kleiner und dichter können die Vertiefungen sein. Dadurch passen mehr Infos (Bilder, Musik, Filme) auf eine DVD. Angefangen hat alles mit rotem Laserlicht und den CDs mit grad mal 700-800MB. Orangefarbenes Licht hat eine kürzere Wellenlänge, darum passt auf eine DVD fast das Siebenfache an Daten – im Vergleich zur CD. Und blaues Licht hat eine noch kürzere Wellenlänge – wodurch wieder ca. das Sechsfache an Daten gespeichert werden kann.