Stell dir vor, du sitzt abends mit deiner Family zu Hause vor dem Fernseher und schaust dir zum x-ten Mal Dirty Dancing an. Obwohl deine Ma den Film in und auswendig kennt und sogar Dialoge mitsprechen kann, fängt sie jedes Mal an zu heulen. Warum eigentlich?
Weil deine Mutter emotional ergriffen ist. In diesem Falle wohl eher im positiven Sinne. Der Mensch kann aber auch weinen, weil er Angst hat, trauert oder verärgert ist. Einige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gehen gar davon aus, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das so zu sagen emotional weint. Tiere können auch weinen, allerdings tun sie das, um Schmutz aus dem Auge zu spülen oder überflüssige Stoffe aus dem Körper zu waschen, wie zum Beispiel bei Meeresvögeln, die überschüssiges Salz aus ihren Augen spülen. Eine Art Schutzfunktion also, die es auch beim Menschen gibt. Forscher haben zum Beispiel herausgefunden, dass sich in der Tränenflüssigkeit Stoffe befinden, die der Körper auch unter Stress produziert. Also können wir sozusagen den Stress herausheulen. Und wenn deine Mutter auch beim hundertsten Mal Dirty Dancing gucken anfängt zu weinen – sei doch einfach so nett und reich ihr ein Taschentuch.