1991 wurde Ötzi auf dem Tisenjoch in den Alpen gefunden – durch 2 Zufälle: 1. das Ehepaar Erika und Helmut Simon ist spazieren gegangen - abseits der eigentlichen Route. Zufall 2: hohe Temperaturen haben genug Schnee und Eis wegschmelzen lassen, um Ötzis Kopf, Schultern und Teile seines Rückens ans Tageslicht zu bringen. Seitdem ist die ca. 5300 Jahre alte Mumie ein regelrechter Medienstar – und der älteste gut dokumentierte Mordfall der Geschichte. 2001 entdeckten Wissenschaftler im italienischen Bozen auf Röntgenbildern einen Schatten im Bereich der linken Schulter. Unterhalb des siebenten Rippenbogens identifizierten sie eine steinerne Pfeilspitze, die dem damals 47-jähirgen Mann, der 1,60m groß war und ca. 50kg wog, wohl zum Verhängnis wurde.
Besonders wertvoll für die Archäologen und Wissenschaftler waren ein vollständig erhaltener Köcher mit Pfeilen und eine Kupferaxt. Bis dato ging man davon aus, dass der Guss von Kupferklingen erst 1000 Jahre später, also vor ca. 4000 Jahren, erfunden wurde. Die schockgefrorene Biografie eines Menschen in der Jungsteinzeit sorgte also auch dafür, dass die Geschichte des Kupferzeitalters neu datiert wurde.