Stell dir vor, die Sonne scheint nicht, weil der Himmel voller Asche ist. Das ist echt so gruslig, da will man gar nicht dran denken. Doch genau das geschah am 25. August im Jahre 79 nach Christus in Pompei, einen Tag nachdem der Vesuv ausgebrochen war. Pompei liegt nämlich in Italien in der Nähe des Vesuvs, einem heute noch aktiven Vulkan in Europa. Das letzte Mal ist er 1944 ausgebrochen und im Jahre 79 hat er eben eine ganze Stadt begraben – Pompei (pompeji gesprochen). Noch heute gibt es Wissenschaftler, die sich mit den Häusertrümmern und Leichen beschäftigen, um genau herauszufinden, wie dieser Tag ablief. Da fragst du dich, wie sie das versuchen? Das erfordert vor Allem viel Zeit. Die ersten Anhaltspunkte bieten alte Briefe, die den genauen Ablauf bis zum Ausbruch schildern. Die Forscher erkennen an den Asche-, also den früheren Glutschichten, wie oft der Vulkan an diesem Tag ausgebrochen ist. Sie müssen genau schauen, wie viel Asche unter einem Dach und über einem Haus liegt, dann können sie sagen, wann es eingestürzt ist. Auch werden die Leichen analysiert: wer war mit wem verwandt? Ist der Schädel zertrümmert und die Knochen verbrannt? Und so setzten sie jedes Puzzleteil zusammen bis sie am Ende genau wissen, wie jeder gestorben ist. Nur die Gefühle der Menschen und die Todesangst kann wohl keiner mehr nachvollziehen. Und glücklicher Weise können auch wir uns wahrscheinlich nicht vorstellen, wie es ist, von Glut und Asche begraben zu werden. Und am Tag danach war kaum jemand da, der hätte sehen können, dass die Sonne nicht scheint – jedenfalls nicht in Pompei.

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