Stell dir vor, ein Dieb wird entlarvt, weil man seine Fingerabdrücke gefunden hat. Das ist ganz schön ärgerlich für den Dieb, aber toll für die Polizei. Jeder von uns hat einen anderen Fingerabdruck, deshalb kann man jeden zweifelsfrei daran erkennen. Dieses einzigartige Muster bildete sich bereits aus, als du noch im Bauch deiner Mutter warst. Schon in der 8. Woche – Du bist nicht größer als ein Salamander! – hast du einen ganz eigenen, unverwechselbaren Fingerabdruck. Doch nicht nur auf deinen Finger befinden sich kleine Rillen. Die Innenflächen deiner Hände sind ebenfalls durch eine Struktur aus feinen Rillen geprägt. Doch was hat sich Mutter Natur dabei gedacht? Die geriffelten Formen helfen dir, Dinge zu ertasten, denn durch die Musterung werden die Signale für die Rezeptoren verstärkt. Diese Rezeptoren sitzen unter der Haut und leiten das Signal an dein Gehirn weiter. Das sagt dir dann, ob etwas weich, rund oder scharf ist. Durch die Rillen kannst du Unebenheiten im Abstand von weniger als 0,2 mm erkennen. Ganz schön feinfühlig, deine Hände!